Gemeinsam in Christus - Ämtergottesdienst

„Gemeinsam in Christus“ – so lautet das Jahresmotto, welches uns der Stammapostel für 2022 gegeben hat.

In unserem Bezirk wird jeden Monat das Augenmerk auf eine bestimmte Gruppe in unserer Gemeinden gerichtet. Im Februar stehen unsere Amtsträger mit ihren Frauen im Mittelpunkt. Daher konnten sich diese auf einen Ämtergottesdienst freuen.

Am 06.02.2022 lud unser Bezirksvorsteher Priester Mike Dietel alle aktiven und beurlaubten Amtsträger des Bezirkes mit ihren Frauen zum Gottesdienst ein. Auf Grund der Corona-Situation war es leider nicht möglich, dass alle Personen an einem Ort zusammenkommen konnten. Daher wurden zwei Gottesdienste in Aue und Zwickau-Planitz parallel durchgeführt.

Priester Dietel hielt den Gottesdienst in Zwickau-Planitz begleitet durch den Bezirksevangelisten Steffen Schramm. In Aue war Priester Dirk Schlesinger der Dienstleiter und er wurde unterstützt durch unseren Evangelist Uwe Gebelein.

Als Textwort diente Jesaja 43, 19: „Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr's denn nicht? Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde.“

In seinem Dienen ging Priester Schlesinger in Aue zunächst auf die Verbindung ein, die ein jeder Mensch mit anderen Menschen hat und die wichtig für unser Leben ist. Oft sagt man, dass man „in Verbindung bleiben möchte“, aber nach einiger Zeit merkt man, dass man das doch nicht geschafft hat und die Verbindung zum anderen verloren gegangen ist. Die Verbindung zu Gott soll nicht auch so behandelt werden. Wir sollen uns mühen, diese Verbindung zu halten.

Bezogen auf das Textwort wurde es in den historischen Kontext eingeordnet. Das israelitische Volk war bereits für viele Jahre in der babylonischen Gefangenschaft und war derer müde geworden. Sie konnten relativ frei leben und sich in die Gesellschaft einbringen, allerdings konnten sie ihren Glauben nicht nachgehen und konnten keinen Tempel besuchen. In diese Müdigkeit schickte Gott seinen Propheten und gab ihnen die Botschaft aus dem Textwort. Gott gab also eine Verheißung. Diese Verheißung ist Jesus. Als Jesus auf der Erde wandelte, machte er viele Dinge anders, als man es gewohnt war. Er wandte sich an die Leute, die am Rande der Gesellschaft lebten (Zöllner, Kranke, Ehebrecherinnen). Er gab allen ein neues Gebot: Liebe deinen Nächsten. Mit diesen neuen Impulsen entfachte er ein neues Feuer.

Priester Schlesinger stellte in seinem Dienen die Frage, ob wir noch für unseren Glauben brennen oder ob wir bereits ausgebrannt sind? Man muss das innere Feuer immer am Laufen halten und neue Impulse geben, damit die Flamme nicht erlischt. Er verglich dies mit einer Renovierung eines Zimmers. Bevor man dem Raum einen neuen Anstrich verpasst, wird zunächst das Alte ausgeräumt und geprüft, ob wir das noch benötigen. So sollen wir es auch mit unserem Herzen machen. Wir sollen prüfen, was wir an alten Ballast mit uns herumtragen und diesen ausräumen, damit Platz für neue schöne Dinge wird.

In seinem Mitdienen ging Evangelist Gebelein darauf ein, dass man die Liebe Gottes nicht immer erkennt. Man solle daher genau schauen und auch auf kleine Zeichen achten. Des Weiteren ging er darauf ein, dass es in jeder Gemeinde das große „Projekt“ Seelsorge gibt. Dieses kann aber von einem Vorsteher allein nicht bearbeitet werden. Er benötigt die Unterstützung von allen, seien es die Priester oder die Diakone. Jeder soll sich nach seinen eigenen Fähigkeiten einbringen und mithelfen, das große Ziel zu erreichen: ewige Gemeinschaft mit Gott. Dies ist unser gemeinsames Ziel und dafür gilt dann das olympische Motto: „Dabeisein ist alles!“

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes in Zwickau-Planitz standen zwei Fragen: „Siehst du das Neue, welches Gott schafft?“ und „Bist du bereit es anzunehmen und mitzugestalten?“. Wie im Trostbuch von der Erlösung Israels beschrieben, gibt Gott sein tröstendes Wort damals und heute. Er ist unvergleichlich und steht zu seinem Volk. Gott wählt zu jeder Zeit Menschen aus und beruft sie, damit sie das Wort Gottes verkünden. Sie tun dies getrieben aus dem Heiligen Geist Gottes und in Gott wohlgefälliger Weise.

In der aktuellen Situation gibt es viele Veränderungen, die Auswirkungen auf das Glaubensleben haben. Wir haben die Aufgabe in diesem Jahr im Sinne des Jahresmottos 2022 „Gemeinsam in Christus“ wieder vieles neu anzugehen. Jede Veränderung soll unter dem Aspekt: „Ist es im Sinne der Verkündigung des Evangeliums.“ geprüft werden prüfen. Hält er der Prüfung stand, dann wollen wir es annehmen und unterstützen.

Umrahmt wurden beide Gottesdienste durch den Gesang eines Männerchorquartetts .