Jugendgottedienst in Zwickau

Einen Jugendgottesdienst der besonderen Art erlebten die Jugendlichen des Kirchenbezirkes Zwickau am 1. Juli 2012 in der Gemeinde Zwickau: den Gottesdienst für Entschlafene.

Diesem Tag ging eine intensive Vorbereitung voraus. Bereits zwei Wochen zuvor hatten sich die Jugendlichen zu einer Jugendfreizeit getroffen (wir berichteten), bei der sie sich auch Gedanken über die musikalische Umrahmung und die geistliche Gestaltung des Gottesdienstes gemacht hatten. Am Samstag, dem 30. Juni 2012, traf sich ein Teil des Jugendchores, um einige Lieder einzuüben, die im Gottesdienst gesungen werden sollten. Außerdem vereinbarten die Jugendlichen, kleine Briefe zu schreiben, in denen sie die Seelen ansprechen, für die sie besonders im Gebet eintreten möchten. Voller Vorfreude auf den Sonntag trennten sich die Jugendlichen.

Während sich am Sonntag die Kirche füllte, stimmten Klavier- und Orgelmusik auf den Gottesdienst ein. Eine junge Schwester trug – begleitet von einem Violinen-Solo – einen Korb mit den zahlreichen kleinen Briefen vor den Altar. Auch eine Kerze wurde entzündet, die symbolhaft in die jenseitige Welt strahlen sollte. So entstand bereits vor dem Gottesdienst eine feierliche Atmosphäre und man konnte die intensive Verbindung in die Ewigkeit spüren.

Als Grundlage für den Gottesdienst, den Hirte Wilfried Klein durchführte, diente das Bibelwort Psalm 24, 3.4a:

„Wer darf auf des Herrn Berg gehen, und wer darf stehen an seiner heiligen Stätte? Wer unschuldige Hände hat und reines Herzens ist.“

Im Zentrum der Predigt stand die Frage, wie man diese Reinheit erlangen kann, um selbst zum Herrn zu gelangen und auch anderen diesen Weg zu zeigen. Man bedarf dazu der Gnade Gottes.

Nach dem Gottesdienst gab es bei belegten Broten, Kaffee und Kuchen die Möglichkeit zu Begegnungen und intensiven Gesprächen.

W.W./J.S.