Apostelgottesdienst- Ein Abschied mit Dankbarkeit und Segen

Den letzten Sonntagsgottesdienst hielt unser Apostel Wittich vor seiner Inruhesetzung in der Gemeinde Zwickau-Planitz  am 15. Februar. Im Rahmen dieses besonderen Gottesdienstes wurde nicht nur der Abschied von Apostel Wittich begangen, sondern auch das Wirken zweier erfahrener Amtsträger gewürdigt, die in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurden. Gleichzeitig durfte die Gemeinde eine Versiegelung erleben. Ein weiterer bedeutsamer Moment war der Vorsteherwechsel, durch den die Gemeinde in neue Hände gelegt wurde. 

Unser Apostel diente nach einem Bibelwort aus Jakobus 2, 15-16 

Wenn ein Bruder oder eine Schwester nackt ist und Mangel hat an täglicher Nahrung und jemand unter euch spricht zu ihnen: Geht hin in Frieden, wärmt euch und sättigt euch!, ihr gebt ihnen aber nicht, was der Leib nötig hat – was hilft ihnen das? 

 In seiner Predigt griff der Apostel das historische Spannungsfeld zwischen Glauben und Werken auf. Er machte deutlich, dass beides keine Gegensätze sind, sondern untrennbar zusammengehören: Der Glaube ist die Grundlage, gute Werke sind seine Frucht. Ein Glaube ohne tätige Liebe bleibt wirkungslos. 

Anhand konkreter Beispiele zeigte er, wie sich gelebter Glaube im Alltag ausdrückt – in praktischer Hilfe, Barmherzigkeit, Geduld, Vergebung sowie im Weitergeben von Trost und Hoffnung. Auch persönliche Erfahrungen mit Armut, Enttäuschung und dem Mut zu helfen flossen ein. Abschließend rief er zu einem fröhlichen, unverkrampften Christsein auf und hob die verbindende Kraft des Heiligen Geistes hervor. 

Zur weiteren Ausgestaltung der Predigt wurden der in den Ruhestand gehende Priester sowie der derzeitige Vorsteher an den Altar gerufen. 

Vor der Feier des Heiligen Abendmahls fand die Heilige Versiegelung eines kleinen Jungen statt. Der Apostel erläuterte dabei die tiefe Bedeutung dieses Sakraments: die Gabe des Heiligen Geistes, durch die Gott im Herzen des Menschen Wohnung nimmt und eine bleibende Beziehung zu ihm aufbaut. Zugleich bekannten sich die Eltern zu ihrer Verantwortung, ihr Kind im christlichen Glauben zu erziehen und zu begleiten. 

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls fand die Inruhesetzung der zwei erfahrenen Amtsträger statt. Der Apostel würdigte ihren jahrzehntelangen Dienst sowie ihre Treue, Bescheidenheit und Liebe zur Gemeinde. Auch persönliche Schicksalswege fanden dabei besondere Beachtung. Beide Amtsträger wurden mit großem Dank, Segen und Anerkennung verabschiedet. 

 Nun war der Moment des Vorsteherwechsels gekommen, ein besonderer Augenblick des Abschieds und zugleich des Neuanfangs für die Gemeinde.  

Der bisherige Vorsteher wurde vom Apostel mit Dank für seinen freudigen Glauben, seine Tatkraft und seine liebevolle Gemeindearbeit aus dem Amt entbunden. Anschließend wurde der neue Vorsteher eingesetzt, der als erfahrener und fürsorglicher Seelsorger beschrieben wurde. 

Zum Abschluss des Gottesdienstes folgten musikalische Beiträge, Dankgebete und Segensworte. In einer feierlichen und würdigen Atmosphäre klang der Gottesdienst aus.