Was vor rund 20 Jahren mit einem Treffen der Sängerinnen und Sänger aus Südkasachstan und Kirgisistan begann, hat sich zu einem festen Termin im Kirchenkalender entwickelt. In diesem Jahr ging die Einladung zur Teilnahme an die Chormitglieder in Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Usbekistan und Russland. Aufgrund der notwendigen Erweiterung des Workshop-Angebots wurde Gerrit Junge, Leiter der Abteilung Kirchenmusik, als Unterstützung aus Deutschland angefragt.
Dir singen wir
Das Motto des Wochenendes begleitete die Teilnehmenden von Beginn an. Am Freitagabend gab es viel Wiedersehensfreude und ein mehrsprachiges Programm stimmte auf den kommenden Workshop-Tag ein. Am Ende desselben stand das erste musikalische Highlight: Gemeinsam wurde das eigens für dieses Wochenende geschriebene Lied „Dir singen wir“ (orig. Titel: „Тебе поём“) gesungen.
Am Samstag begann der Projektchor bereits am Morgen mit den Proben in der örtlichen Gemeinde. Der andere Teil der Gruppe verteilte sich auf sieben Workshops:
- Atme und singe
- Ich höre dich
- Von Herz zu Herz
- Der Dirigent und ich
- Das lebendige Wort
- Die Stimme als Gabe
- Auch die Stille singt
An deren Ende erhielt jede Gruppe ein Puzzleteil. Alle Teile zusammen ergaben eine Landkarte, auf der die Heimatländer der Teilnehmenden farblich markiert waren. Am Nachmittag teilte sich die Gruppe erneut auf: die einen besuchten die Dirigentenschulung, die anderen den Workshop zur Arbeit mit Kindern. Letzterer fand besonders großen Anklang und war während des restlichen Wochenendes immer wieder ein Gesprächsthema.
Ein musikalischer Sonntag
Die Kirche in Schtschutschinsk war am Sonntagmorgen vollbesetzt. Die Sängerinnen und Sänger hatten sich bis 9 Uhr eingefunden, um sich vor dem Gottesdienst einzusingen. Einige der neu geschulten Dirigentinnen und Dirigenten bekamen die Gelegenheit, das am Vortag Erlernte direkt anzuwenden. Als Grundlage für den Gottesdienst wählte Apostel Marat Aktschurin Kolosser 3,16-17. In dem Gottesdienst ordinierte er für die kasachischen Gemeinden Astana und Schtschutschinsk jeweils eine Diakonin.
Im Anschluss an den Gottesdienst trennten sich die Wege der Teilnehmenden wieder. Allerdings nur kurz, denn verspätete Flüge führten zu einem ersten Wiedersehen auf dem Flughafen, bevor alle die Heimreise antreten konnten.
Neuapostolische Kirche